Wasserstoffperoxid schmeckt nicht

Nein, es geht nicht ums Haarefärben (bzw. -bleichen). Das hätte auch weniger mit schmecken zu tun, denn zumindest mir ist noch nie etwas vom Kopf so weit herunter getropft, dass es relevant gewesen wäre. Abgesehen davon, dass mir sowas auch nicht (mehr) auf den Kopf kommt.

Ne, ich hatte Wasserstoffperoxid tatsächlich freiwillig im Mund. Naja, was heißt hier freiwillig… zumindest absichtlich. Zum Spülen. Ich bin nämlich seit letztem Samstag endlich weisheitszahnlos und kämpfe noch mit den unangenehmen Folgen. Dieses Mal hatte ich nämlich nicht so ein Glück wie bei den ersten beiden Zähnen, dass nach einer viertel Stunde alles vorbei war. Mein Zahnarzt musste etwa eine dreiviertel Stunde kämpfen überhaupt erst einen Zahn aus meinem Kiefer zu befreien und brauchte an dem Tag sicher nicht mehr in die Muckibude rennen, denn sein Workout hatte er damit schon.

Wenn ich daran denke, dass meine Kollegin letzte Woche auch das Vergnügen hatte und nach einem Tag schon keine Medikamente mehr nehmen musste, dann bin ich ja schon irgendwie neidisch. Ich wurde nicht nur während des Zähne“ziehens“ mit Betäubungsmitteln zugedröhnt (es musste mehrfach nachgespritzt werden, weil es so lange gedauert hat), sondern durfte danach noch mit Novalgin (flüssig) eine Ibu600 runterspülen, mir zwei Tage lang Kortison (-dröhnung!) einwerfen, muss noch Antibiotika nehmen und bin schon den vierten Tag in Folge auf der Maximaldosis Ibuprofen.

Und muss eben mit Wasserstoffperoxid spülen, weil ich trotz 3 Nähten „nicht ganz dicht“ bin (ach was), und sich ja nichts entzünden soll und so. Leider schmeckt das Zeug furchtbar und brutzelt so komisch im Mund.

Spaß pur also. Und das alles wegen eines blöden Zahns, der waagerecht statt senkrecht gewachsen ist. Gnah.

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