Tag Archives: Depressionen

Prioritäten, Lebensqualität und so.

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Kollegen. Wir waren auf dem Rückweg vom Supermarkt in der Nähe von unserer Arbeitsstelle und er wollte im Bio-Markt an der Ecke noch schnell ein belegtes Brötchen kaufen. Der Laden war erst in Sichtweite, da beschwerte er sich darüber, dass die Bedienung immer viel zu lange bräuchte, wenn er morgens manchmal noch schnell reinspringt um sich ein Brötchen zu kaufen. Ich habe ihm erklärt, dass Bioläden wie dieser halt nicht auf Hektik ausgelegt sind, sondern dass man da in Ruhe und entspannt einkauft. Konnte er aber nicht nachvollziehen, er will schnell bedient werden und hat keine Zeit. Dann gehöre er eben nicht zur Zielgruppe dieser Läden, habe ich versucht ihm zu erklären.

Das führte gleich zur nächsten „Beschwerde“: Man kann bei dieser speziellen Ladenkette eine Mitgliedskarte bekommen, die monatlich einen gewissen Betrag kostet, mit dem man dann aber günstiger einkaufen kann. Er habe das mal ausgerechnet und da müsste man ja regelmäßig für eine ganze Familie einkaufen, damit sich das lohne. Dass es Menschen gibt, die das tatsächlich tun, das wollte er mir nicht glauben. Weil es ja trotzdem so viel teurer als in einem „normalen“ Supermarkt ist. Dass ich, hätte ich die finanziellen Mittel, auch lieber dort einkaufen würde als woanders, hat ihn sichtlich verblüfft.

Dieses Gespräch hat mich zum Nachdenken gebracht. Nicht speziell über Nahrungsmittel und Bioläden, sondern generell, was mich und meine Prioritäten betrifft. Doch ich muss dafür ein bisschen ausholen.

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Von wegen…

…zu glücklich zum Bloggen. Davon kann inzwischen nicht mehr wirklich die Rede sein.

Es war eine wirklich angenehme Abwechslung mal keine chronisch schlechte Laune und Depressionen zu haben, unerschütterlich jeden Mist ertragen zu können und das auch noch für längere Zeit. Ich kann mich nicht wirklich erinnern wann es das letzte Mal so war… so richtig wahrscheinlich irgendwann vor meinem ersten Schub vor inzwischen bald 8 Jahren. Oder ich habe es nie so wirklich realisiert, dass ich eine gute Phase hatte, weil ich vorher keine richtig schlimmen hatten, wie dieses Mal? Eigentlich auch egal.

Inzwischen ist dieses nette Hochphase jedenfalls leider wieder vorbei und ich bin wieder – wie sagt man so schön – emotional unausgeglichen. Was zur Zeit heißt, dass ich extrem gereizt bin, einfach gerne nur meine Ruhe haben würde, sie aber nicht bekomme. Jedenfalls nicht so, wie ich sie gerne hätte (einsame Hütte in den kanadischen Wäldern oder so). Und ich habe keine Ahnung warum! Eigentlich habe ich zur Zeit keinen Grund zur Klage, jedenfalls keinen, der vorher nicht auch da war (Arbeit z.B.).

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Musiktipp: Zeraphine – Die Wirklichkeit

Zeraphine sind schon lange nicht mehr wirklich mein Ding (allerdings mehr aus persönlichen Gründen, als wegen der Musik an sich), aber die alten Sachen (1.+2. Album und ein paar Sachen vom 3.) mag ich immer noch sehr gerne. Dieses Lied hier ist aus speziellen Gründen heute „das Lied der Stunde“, so quasi. Passt auch gut zum Blog-Thema „The Real Me“.

„Die Wirklichkeit, sie ist er Untergang für mich…“

(Direktlink)

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Nix zu sagen

Irgendwie habe ich heute nichts zu sagen, zumindest nichts, was ich hier im Internet frei aussprechen kann. Den Blog hier liest zwar keiner, aber Google ist überall und vielleicht verirrt sich ja doch mal jemand hier her.

So viel sei gesagt: es ist ein beschissener Tag und hallooooo Depressionen. Könnte grade heulen und schreien, oder einfach nur die Decke über den Kopf ziehen und warten, bis es aufhört. Dann kann ich vielleicht auch endlich wieder mal etwas mehr schreiben, als zwei popelige Sätze. Zeit wirds, so viele meiner Schreibprojekte könnten mal ein neues Kapitel vertragen… aber meine Muse lässt mich ja nicht mehr. Stattdessen versuche ich mir das Heulen zu verkneifen, weil ich nicht alleine bin und in Gesellschaft, egal wie sehr ich diese Person liebe, einfach nicht richtig frei heulen kann.

Vielleicht ist Morgen ja ein besserer Tag. Auch wenn der Realist (andere sagen Pessimist) in mir mit SSAT (Selbe Scheiße Anderer Tag) rechnet.

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