Meine Kartoffel geht nach

Ich glaube, meine Kartoffel geht auch nach*. Mindestens zwei Tage, wenn nicht gar mehr. Wibbly wobbly timey wimey oder so. Wo ist die TARDIS, wenn man sie mal braucht?

Ich fühl mich manchmal wie das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland. Keine Zeit und überhaupt, meine Uhr geht irgendwie falsch. Man muss aber kein weißes Kaninchen in einer Fabelwelt sein, damit man zeit-technisch nichts mehr auf die Reihe bekommt. Da reicht es schon aus, wenn man einfach nur arbeitet. Irgendwie habe ich zur Zeit das Gefühl, dass ich außer zu arbeiten, zu essen und zu schlafen nicht mehr viel Anderes mache.

Ab zur Arbeit

Ich stehe morgens (viel zu früh) auf, mache meinem Schatz Kaffee, döse im Sitzen und mit einem eigenen Kaffee in der Hand noch eine Weile herum, bis ich mich selber fertig und auf den Weg zur Arbeit machen muss. Mit Glück schaffe ich es manchmal, mich in der Mittagspause in Ruhe in die Küche zu setzen und dort beim Essen ein paar Seiten zu lesen, manchmal aber auch nicht. Oder die Küche ist besetzt. Oder es kommt ständig wer rein (was bei über 20 Kollegen gar nicht so unwahrscheinlich ist). Um 18 Uhr ist Feierabend und gar nicht so selten muss ich auf dem Weg nach Hause noch einkaufen, weil wir seit ich arbeite und Schatz ihren Kurs macht, nicht mehr bei Landkorb unser Essen bestellen können. Frisst ja auch gar keine Zeit und so.

Hallo, und Tschüss, Feierabend.

Wenn ich dann irgendwann zu Hause bin, muss fast immer erstmal Abendessen gemacht werden. Zwar bin das selten ich, weil Schatz früher nach Hause kommt als ich und ich offen gestanden auch gar keine Lust dazu habe, aber trotzdem muss ich ja mal helfen und kann mich auch sonst nicht auf irgendetwas Produktives konzentrieren. Je nachdem was es gibt, kann es schon mal 22 Uhr rum werden, bis wir zum Essen kommen, manchmal war es auch schon später. Zu dem Zeitpunkt bin ich meistens schon kurz vorm Umfallen, auch wenn ich mich noch längere Zeit zwinge wach zu bleiben, weil ich wenigstens irgendwas vom Feierabend haben will. Auch wenn mir, so wie jetzt (22:22 Uhr), dabei immer mal wieder die Augenlieder schwer werden. Naja, irgendwann gebe ich nach und dann… ist der Tag vorbei. Und ich habe wieder nichts geschafft.

Zum Glück gibt es Wochenenden. Haha.

Tja, wenn ich wenigstens am Wochenende genug Zeit hätte, um die Dinge zu erledigen, die ich die Woche über nicht machen konnte. z.B. an Grafiken arbeiten, irgendeine meiner X Geschichten (weiter-)schreiben, mehr lesen, stricken, Playstation (Skyrim! Sims! NHL14! *seufz*) oder am PC spielen (Monkey Island 2! Siedler 2! *nochmal seufz*), Sport machen, schlafen, schlafen und wenn noch Zeit übrig ist: schlafen. Aber nö, Pustekuchen! Immer ist irgendwas. Sei es der Geburtstag einer guten Freundin, Eisbären-Veranstaltungen, Besuche bei Verwandten oder Krankenbesuche. Mit Glück ist mal ein ganzer (!) Tag dabei, an dem nichts ansteht. Aber dann will ja wahrscheinlich die Wohnung wieder geputzt werden. Eine Putzfrau wäre schön, aber leider finanziell (noch) nicht drin.

War das früher auch so, als ich gearbeitet habe? Ich kann mich nicht erinnern. Gefühlt war es nicht ganz so schlimm wie jetzt, aber da war ich ja auch noch jünger. Ich werde langsam wohl alt, auseinanderfallen tue ich eh schon und ich bin so müde, die ganze Zeit einfach nur müde… *gähn*

In dem Sinne: gute Nacht. Hoffentlich.

* „Das weiße Kaninchen: „Ich komm zu spät, ich komme viel zu spät!“ Der verrückte Hutmacher: „Kein Wunder, dass du zu spät dran bist. Die alte Kartoffel geht ja zwei Tage nach.“ – „Zwei Tage?“ – „Mindestens! Moment mal, jetzt seh’n wir mal rein. Aha, ich seh schon woran es liegt: Die ist ja voller Räder und Schrauben! Wir brauchen Butter!“-Weißes kaninchen: „Aber doch keine Butter, da kommen doch Krümel rein!“ Hutmacher: „Bei dieser Butter doch nicht! das ist die feinste Tafelbutter, die es gibt! Butter …und noch etwas Marmelade! -Hase:“Zucker!“ -Hutmacher:“ Den hätte ich ja fast vergessen! Danke. Und noch etwas Tee!“ -Hase: „Senf!“ Hutmacher: „Ach ja, danke! Senf? Jetzt werd mal nicht albern!“ (Quelle)

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